Vollstreckungsschutz und Haftungsschutz

Bund und Länder ziehen in stärkerem Maße Steuern zwangsweise ein. Neben den Fällen, in denen der Steuerpflichtige selbst betroffen ist, kommt es häufig zum Rückgriff auf das Vermögen von Dritten, der sogenannten Haftungsschuldner. Es haften insbesondere Geschäftsführer mit ihrem gesamten Vermögen unbeschränkt für die Steuerschulden der GmbH, sofern die Haftungsvoraussetzungen vorliegen. Dabei steht der Geschäftsführer zwischen der Pflichterfüllung der Gesellschaft und den Gesellschaftern gegenüber einerseits und der Erfüllung steuerlicher Pflichten andererseits. Da diese Interessenlagen grundverschieden sind, besteht ein permanentes Haftungsrisiko, das spätestens im Falle einer Krise akut wird.

Vom Steuerberater erwartet der Unternehmer gezielte Hilfen, die oft wegen der abseits des Steuerrechts liegenden Materie nicht erteilt werden können. Die Betroffenen fühlen sich deshalb den ausgefeilten Haftungs- und Vollstreckungsverfahren der Finanzämter ausgeliefert.

Die Anwendung der einschlägigen Schutzvorschriften allein hilft nicht weiter. Der Betroffene muß alle seine - auch versteckten - Rechte kennen und taktisch vorgehen, um mögliche rechtsfehlerhafte oder ermessensfehlerhafte Verfahrensweisen anzufechten oder aber bereits im Vorfeld Fehler zu vermeiden, die später schwerwiegende Folgen haben können. Solche Fehler können im Verhalten des Schuldners selbst liegen oder aber in den Verträgen, insbesondere im Geschäftsführervertrag, Übertragungsvertrag, Kaufvertrag.

Da Versäumnisse und Fehler zur wirtschaftlichen Existenzvernichtung führen können, muß man rechtzeitig tätig werden. Auch hier sind besondere Kenntnisse des Verfahrensablaufs wichtig.  

 

Wenn Sie eine unserer Leistungen in Anspruch nehmen möchten, sprechen Sie uns bitte an.
Wir freuen uns auf Ihren Kontakt. Kontakt/Mailformular

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen