Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung

In Deutschland unbeschränkt Steuerpflichtige haben Einkünfte, insbesondere Einkünfte aus Kapitalvermögen, zu versteuern. Privilegierende Steuerabkommen bestehen nicht. Das zwischen Deutschland und der Schweiz diskutierte Steuerabkommen ist endgültig gescheitert. Daher ist eine pauschale, anonyme und abgeltende Nachversteuerung von unversteuerten Einkünften in der Schweiz nicht möglich. Einkünfte in Luxemburg, Lichtenstein, Vaduz und Österreich sollten steuerstrafrechtlich noch nie privilegiert werden. Ausländische Banken oder dort ansässige Niederlassungen deutscher Banken drängen ihre Kunden massiv auf "Erklärung zur Steuerkonfirmität" des angelegten Kapitals. Diesen Banken ist es "zu heiß", Kunden mit in Deutschland steuerlich nicht erklärtem Kapital weiter zu begleiten. Steuerpflichtigen mit nicht erklärten ausländischen Einkünften bleibt nur noch die Abgabe einer strafbefreienden Selbstanzeige. Taktieren und Abwarten könnte zur Tatentdeckung führen. Nach Tatentdeckung führt eine Selbstanzeige nicht mehr zur Straffreiheit. Der nacherklärte versteuerte Euro ist wirtschaftlich betrachtet mehr wert als der unversteuerte.

Die Abgabenordnung sieht vor, in Fällen vollendeter Steuerhinterziehung mittels Selbstanzeige rückwirkend Straffreiheit zu erlangen. Dabei sind die Anforderungen an die Wirksamkeit einer strafbefreienden Selbstanzeige erheblich gestiegen. Diese sollte daher nicht ohne einen Steueranwalt abgegeben werden.

Die verschärften Regelungen für Selbstanzeigen sind zum 1.1.2015 in Kraft getreten.

Steuerhinterzieher müssen in allen Fällen Angaben für einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren offenlegen. Damit ist auch die umgehende Nachzahlung der hinterzogenen Steuern für den Zehn-Jahreszeitraum zwingend, um straffrei zu bleiben. Die Strafverfolgungsverjährung wurde dazu auch bei einfacher Hinterziehung auf zehn Jahre ausgedehnt.

Ferner gelten vor allem höhere Strafzuschläge. Waren zusätzlich zu den Hinterziehungszinsen von 6% p.a. ab 50.000 Euro bisher nur ein Strafzuschlag von fünf Prozent fällig, sind jetzt bei einem Hinterziehungsbetrag von 25.000 bis 100.000 Euro ein Zuschlag von zehn Prozent fällig, zwischen 100.000 bis zu einer Million Euro beträgt der Strafzuschlag aktuell 15 Prozent, ab einer Million Euro sogar 20 Prozent.

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