Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung

Die Selbstanzeige - geänderte Rechtslage seit dem 1. Januar 2015

Seit dem 1.1.2015 gelten in Deutschland neue Regeln für die strafbefreiende Selbstanzeige. Danach wirkt die Selbstanzeige nur noch in deutlich engeren Grenzen strafbefreiend und sie wird erheblich teurer.

Nach der Rechtslage bis 31.12.2014 musste ab einem Hinterziehungsbetrag von 50.000 Euro zur Erlangung von Straffreiheit ein Zuschlag von 5 Prozent entrichtet werden. Steuerhinterziehung bis zu 50.000 Euro verkürzter Steuern pro Veranlagungszeitraum, in der Regel pro Kalenderjahr, war zuschlagfrei.

Diese Grenze wurde auf 25.000 Euro abgesenkt. Von 25.000 Euro bis 100.000 EURO wird von der Strafverfolgung nur bei Zahlung eines Zuschlages von 10 Prozent abgesehen. Überschrei­tet der hinterzogene Betrag 100.000 EURO, müssen 15 Prozent Zuschlag entrichtet werden. Der Zuschlag erhöht sich auf 20 Prozent bei Hinterziehungsbeträgen ab 1 Million Euro.

Ferner erstreckt sich die Berichtigungspflicht in allen Fällen der Steuerhinterziehung auf einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Dazu korrespondierend wurde die Strafverfolgungsverjährung in allen Fällen der Steuerhinterziehung von fünf auf zehn Jahre ausgedehnt. Dies wirkt sich auch auf Steuerstrafverfahren aus, bei denen keine Steuerhinterziehung vorliegt. Um künftig strafrechtlich nicht verfolgt zu werden, muss der Steuerpflichtige nicht nur für die vergangenen zehn Jahre nacherklären und die verkürzten Steuern nachzahlen. Zur Strafbefreiung sind sowohl die hinterzogenen Steuern für den gesamten Zehnjahreszeitraum um­gehend nachzuentrichten und auch sofort 6 Prozent Hinterziehungszinsen pro Jahr auf die hinterzogenen Steuern zu zahlen.

Wegen der erhöhten Anforderungen an eine steuerliche Selbstanzeige und der zu erwartenden Bearbeitungszeit bei den beteiligten Banken empfehlen wir, frühzeitig fachkundigen Rat durch uns einzuholen. Banken brauchen derzeit 6-8 Wochen für die Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen. Diese Zeit wird sich bei dem zu erwartenden Andrang nacherklärungswilliger Steuerpflichtiger merklich erhöhen. Sofern grundsätzlich Bereitschaft zur Nacherklärung besteht, sollte nicht gezögert werden, unsere Erfahrung in Anspruch zu nehmen.

Wenn Sie eine unserer Leistungen in Anspruch nehmen möchten, sprechen Sie uns bitte an.
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