Wirtschaftsstrafrecht

Das Strafrecht war früher dazu da, um Kriminelle zu bestrafen. Heute ist das Strafbarkeitsrisiko ein typisches Risiko unternehmerischer Tätigkeit.

Wir vertreten Unternehmer und Unternehmensinteressen im Straf- und Ordnungswidrikeitenverfahren.

Straf- und ordnungsrechtliche Ermittlungen staatlicher Strafverfolgungsorgane zielen mehr und mehr auf das Unternehmen "hinter dem Täter". Unternehmen können durch Presseberichte oder Durchsuchungsaktionen in Firmenräumen, Festnahmen von Geschäftsführern oder Vorständen oder durch werbewirksam erstattete Strafanzeigen schwer geschädigt werden, ohne dass sich das Unternehmen als juristische Person im eigentlichen Sinn überhaupt strafbar gemacht hat. Denn strafbar machen im eigentlichen Sinn können sich nur natürliche Personen, nicht juristische Personen oder Personenmehrheiten als solche.

Insbesondere können unbeteiligte Dritte von Strafverfolgungsmaßnahmen betroffen sein. Ermittelt beispielsweise die Steuerfahndung gegen einen Unternehmenskunden, dem vorgeworfen wird, durch Fälschung von Rechnungen zu Unrecht Betriebsausgaben geltend gemacht und dadurch Körperschafts- und Umsatzsteuer hinterzogen zu haben, wird auch das unverdächtige Unternehmen sich eine Durchsuchung seiner Geschäftsräume zur Auffindung von Belegen über die tatsächlich ausgeführten Lieferungen und Leistungen gefallen lassen müssen.

Bei einem in der Branchenöffentlichkeit und oftmals in auch in der allgemeinen Öffentlichkeit stehenden Unternehmen kann bereits allein die Tatsache, daß straf- oder ordnungswidrigkeitsrechtliche Ermittlungen im Unternehmensbereich durchgeführt werden, schweren Schaden verursachen. Denn die Ermittlungen können über den unternehmensinternen Bereich hinaus sogar die Kunden oder Geschäftspartner einbeziehen.

Daher stehen dem Unternehmen eigene Verfahrensrechte und Handlungsmöglichkeiten zu - von denen aber auch Gebrauch gemacht werden muss, damit es dem staatlichen Zugriff nicht schutzlos ausgesetzt bleibt. Neben dem Gang des normalen Straf- und Owi-Verfahrens können wir für Sie die materielle Risikosituation beurteilen und verfahrensrechtliche Besonderheiten berücksichtigen, dem staatlichen Eingriff das erforderliche und gebotene rechtliche Verteidigungsinstrumentarium entgegenhalten.

Etwa 40 Prozent der Strafsachen, in denen eine Staatsanwaltschaft ermittelt, enden heute vor Gericht. Damit Sie zu den 60 Prozent gehören, bei denen das Verfahren ohne Strafverhandlung beendet wird, bieten wir Ihnen unsere Dienste im Vorfeld an: Prävention statt Verteidigung.

Die Managerhaftpflichtversicherung (D&O) zahlt bei Strafverfahren keine Anwaltskosten. Denn Gegenstand der Versicherung ist (nur) die gesetzliche Haftpflicht der versicherten Person wegen eines Vermögensschadens, der auf eine schuldhafte Pflichtverletzung in Ausübung der Organtätigkeit zurückzuführen ist. Daher haben etwa 60 Prozent der deutschen Großunternehmen eine Strafrechtsschutzversicherung abgeschlossen. Auch hier zeigt sich, wie wichtig es ist rechtzeitig und vorausschauend präventiven Rat einzuholen und zu handeln. 

Die wesentlichen Sanktionen im Wirtschaftsstrafrecht haben wir in einem Überblick zusammengestellt.

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